Welche Software braucht man wirklich?

Wer einen Computer besitzt und gelegentlich eine Fachzeitschrift kauft, hat sehr schnell eine Sammlung von DVDs mit Software angehäuft. Die Versuchung ist groß, all die angepriesenen Programme zu installieren und damit seine Festplatte zu füllen. Doch stellt sich meist sehr schnell heraus, dass man die wenigsten davon überhaupt nutzt. Welche Software zählt aber zur unabdingbaren Grundausstattung eines Computers?

Das Wichtigste: Schutz vor Virenbefall

Das erste, was nach dem Betriebssystem auf jedem PC installiert werden sollte, ist ein gutes Virenschutzprogramm, selbst wenn der Computer vielleicht gar nicht online gehen soll. Es gibt eine Reihe zuverlässiger Antiviren-Pakete, die regelmäßig in einschlägigen Computerzeitschriften getestet werden und im Ergebnis meist eng beieinander liegen. Wichtiger als den Testsieger zu kaufen ist es, die Virendefinitionen stets aktuell zu halten. Die angebotenen "Suiten", die den PC vor allen möglichen Bedrohungen gleichzeitig schützen sollen, enthalten meist Komponenten, die schon durch das Betriebssystem (Firewall) oder den Mail-Provider (Anti-Spam) abgedeckt sind.

Über die Frage, welchen Browser man für das Surfen im Internet verwenden soll, werden heftige Debatten geführt. Ob Internet Explorer, Opera, Google Chrome oder Mozilla: jeder muss selbst herausfinden, welcher Browser ihm am besten gefällt. Ähnliches gilt für Mailprogramme, die oft eine Menge Zusatzfunktionen bieten, deren Auswahl recht individuell erfolgen muss.

Briefe schreiben und mehr: Office-Pakete

Wohl jeder Computerbesitzer braucht eine Software zum Erstellen von Schriftstücken. Ein Office-Paket wie Microsoft Office bietet neben dem Textprogramm Word mindestens noch eine Tabellenkalkulation (Excel) und ein Präsentationsprogramm (Powerpoint). Open Office oder LibreOffice bieten einen sehr ähnlichen Funktionsumfang und Komfort und sind frei von Lizenzkosten nutzbar. Nur wer unbedingt Funktionen braucht, die nur in MS Office vorhanden sind, etwa die Programmierung in VBA, oder wer beruflich MS Office nutzt und nicht zwischen den unterschiedlichen Oberflächen wechseln möchte, muss auch auf dem privaten PC zum Original greifen.

Wer gern fotografiert, braucht früher oder später ein geeignetes Programm zum Bearbeiten und Verwalten seiner Bilder. Ein kostenloser Bildbetrachter wie IrfanView leistet dabei gute Dienste. Gimp ist eine gute Alternative zu kostenpflichtigen Bildbearbeitungsprogrammen wie Adobe Photoshop, erfordert aber mehr Einarbeitungsaufwand.

Bei der Einrichtung eines Computers sollte man sich nicht zur Installation zu vieler Programme verleiten lassen, sondern sich zunächst auf eine schmale Grundausstattung beschränken. Software für besondere Zwecke ergänzt diese Basis dann nach Bedarf.

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