Apple iCloud – was kann sie?

Nach dem iMac, dem iPhone und dem iPad nun auch die iCloud, was kann Apples neuer Cloud-Service? Die Frage ist zunächst recht einfach zu beantworten. Die iCloud kann das meiste, was MobileMe kann und noch etwas mehr. Ab dem Juli 2012 ersetzt die iCloud Apples kostenpflichtigen Dienst für die Mac-Synchronisation MobileMe durch einen kostenfreien Basisdienst, der gegen Gebühr erweitert werden kann. Einige Dienste, die Bestandteil von MobileMe sind werden dabei eingestellt, einige Neue kommen hinzu.

Das ist neu in der iCloud

Neu in der iCloud ist die Synchronisation von Dokumenten mit bis zu zehn registrierten Geräten, die auch direkt aus Apps heraus genutzt werden kann. Unterstützt werden OS X und iOS 5, aber auch Windows mit Hilfe einer speziellen, kostenlos verteilten Systemsteuerung. Die Registrierung beim iCloud-Dienst ist allerdings nur mit Mac OS X Lion oder iOS 5 möglich. Wer bereits einen MobileMe-Account hat, muss sich nicht neu registrieren, sondern kann seinen Zugang auf iCloud umstellen. Accounts, die bei der Einstellung des MobileMe-Dienstes Ende Juni noch nicht umgestellt sind, werden automatisch migriert.

Fotos und Musik in der iCloud

Auch Fotoalben lassen sich mit der iCloud synchronisieren, allerdings nicht mehr dauerhaft speichern oder veröffentlichen, wie in der MobileMe-Fotogalerie. Der Fotostream dient hauptsächlich der Synchronisation. Die iCloud speichert bis zu 1000 der aktuellsten Fotos für jeweils maximal 30 Tage und verteilt die Bilder automatisch auf andere registrierte Geräte des selben Nutzers. Der Platzbedarf der Bilder wird nicht von den 5-GB Speicherplatz abgezogen, die Apple dem Benutzer des Gratisaccounts gewährt. Gleiches gilt für Musiktitel, die im iTunes-Store vorhanden sind. Dabei ist es egal, ob die Titel über iTunes gekauft wurden, oder aus anderen Quellen stammen. Das gilt auch für die eigene CD-Sammlung. Die iTunes-Synchronisation ist allerdings nur mit dem kostenpflichtigen Zusatzdienst iTunes-Match möglich.

Auch andere Inhalte wie Apps und iBooks, die über den iTunes-Store verfügbar sind, können in der iCloud synchronisiert werden und verbrauchen keinen Speicherplatz im Account.

Was es sonst noch in der iCloud gibt

Wie MobileMe bietet die iCloud einen E-Mail-Dienst. Auch Kontakte, Kalender und Lesezeichen können über die iCloud synchronisiert werden. Erhalten bleiben die Dienste "Mein iPhone suchen" und "Zugang zu meinem Mac". Allerdings gibt es in der iCloud nur noch individuelle Zugänge und keine Familien-Accounts mehr. Auch die iDisk wird eingestellt, der Schwerpunkt bei der iCloud liegt auf der Synchronisation sowie dem Sichern und Wiederherstellen von iOS-Geräten im Netz.